5. Juni: Ordination Jenny Gechert
Uwe Jetzelsberger

„… wäre das schön, ich dürfte selbst predigen und Gottesdienste leiten“, war die Motivation unserer Jugendleiterin Jenny Gechert. Zweieinhalb Jahre später ist sie nun ausgebildete Prädikantin. In einem Festgottesdienst am Pfingstmontag, 5. Juni, ab 11 Uhr in der Christuskirche wird die 31jährige ordiniert.

Der Gottesdienst wird geleitet vom stellvertretenden Superintendenten des Kirchenkreises ‚An Sieg und Rhein‘, Assessor Pfarrer Carsten Schleef, und Gecherts Mentorin, der Hennefer Pfarrerin Antje Bertenrath. Im Anschluss an den Gottesdienst findet ein Empfang statt, bei welchem auch Thomas Wallau, erster stellvertretender Bürgermeister Hennefs, sprechen wird.
Die Ordination gilt als Beauftragung mit allen gottesdienstlichen Tätigkeiten im Dienst unserer evangelischen Landeskirche: Jenny Gechert darf ab diesem Tag ehrenamtlich und eigenverantwortlich Abendmahlsgottesdienste sowie kirchliche Hochzeiten feiern, Kinder taufen und Verstorbene beerdigen.
Die farbenfrohen Plakate zum Gottesdienst zeigen bunte Flugdrachen vor blauem Himmel – Jenny hat sie selbst entworfen. „In meiner Ordinationspredigt werden die bunten Drachen auf jeden Fall eine Rolle spielen – und davon erzählen, was Glauben für mich ausmacht“, weiß sie schon. Ansonsten grübelt die 31jährige noch über den Predigttext aus Jesaja 40.

„Ich möchte Menschen von Gott erzählen“

Solche Gedanken haben die Mutter zweier kleiner Töchter aber letzten Endes auf die Kanzel gebracht: „Mir war klar, ich möchte Menschen von Gott erzählen – aus meiner Sicht – und darüber mit ihnen ins Gespräch kommen. Nur so kann der Glauben in heutiger Zeit lebendig gehalten werden“, weiß die ausgebildete Religionspädagogin. Seit 2011 ist Jenny Gechert für die Evangelische Kirchengemeinde Hennef am Kinder- und Jugendhaus ‚Klecks‘ tätig. Dort arbeitet sie mit Teenagern und jungen Erwachsenen, die den christlichen Glauben oft auch als fremd empfinden. Gerade auch für sie will Jenny Kirche interessanter machen.
Ihr eigener Blick auf’s Leben zeichne sich durch ihre Lebenssituation aus, sagt die Mutter zweier Töchter, die in Westerhausen lebt: „Langeweile gibt es in unserem Alltag nicht – aber Gott spielt auch im größten Trubel immer wieder eine entscheidende Rolle darin.“

Ihrer Ordination am Pfingstmontag ging eine zweieinhalbjährige Ausbildungszeit voraus, in der Jenny Gechert von Pfarrerin Antje Bertenrath begleitet wurde. Neben Theorieeinheiten stand das praktische Üben im Durchführen von Gottesdiensten – letzteres hat der 31jährigen besonders viel Freude bereitet: „Ich habe in dieser Zeit viel an meiner liturgischen Präsenz gearbeitet.“

Text: Stefan Heinemann