Rituale – Thema im Senioren- und Frauentreff.
Svenja Behnisch

Was ist überhaupt ein Ritual und wie grenzt es sich zu Brauch, Sitte, Gewohnheit und Tradition ab?

 

Ist es der Kartoffelsalat mit Würstchen zu Weihnachten, der Tee und die Losung am Morgen, oder der Segen, den ich den ich im Gottesdienst bekomme?

Vom Morgenritual über bestimmte Weihnachtsrituale, vom Begräbnisritual zum Einpflanzen eines Bäumchens zur Geburt eines Kindes… es war eine kreative, bunte Mischung an Ideen, die an unseren Nachmittagen zusammengetragen wurde.

 

Rituale geben in bestimmten Situationen Sicherheit, in anderen wiederum werden sie oft als Zwang empfunden. Sinnentleerte Rituale engen ein.

 

Für bestimmte Ereignisse, wie beispielsweise Taufe, Konfirmation oder Hochzeit, gibt es Übergangsrituale, die sich über einen langen Zeitraum entwickelt haben. Andere solcher Übergangsrituale sind neu entstanden, wie z.B. die Abiturfeier.

 

Rituale wie beispielsweise das Abendmahl erleben wir immer wieder in unserem Gottesdienst. Viele Teile unserer Liturgie können als Ritual bezeichnet werden. Es gibt Rituale, die wir sinnlich erfahren, wie z.B. das schmecken von bestimmten Speisen, oder auch Rituale, die etwas mit Bewegung zu tun haben. Menschen tragen zu Ritualen bestimmte Kleidung, z.B. den Talar und wenn wir an den Abschlusssegen oder das Hand auflegen denken, dann sind Rituale mit bestimmten Gesten verknüpft.

 

Und wer von uns kann sich nicht an Mutters „Heile Heile Segen ….“ – und ihr Pusten auf das schmerzende Knie erinnern?

 

Ein weites Feld und je länger wir darüber redeten, desto mehr fiel uns zu diesem Thema ein.

 

Zum Abschluss hatten wir besonderen Spaß an einem etwas anderen Morgenritual, das wir gemeinsam einübten. – den Chinesischen Morgengruß.

 

Die nächsten Termine des Frauentreffs sind der 8. März und der 12. April

Marina Schoneberg