Musikalische Passionsandacht – doch der Himmel fragt: warum zweifelst du? 25. März 19 Uhr
Am Mittwoch, den 25. März 2026, um 19 Uhr lädt der Bläserchor ein in die Christuskirche Hennef zu einer musikalischen Passionsandacht unter dem Leitwort „Doch der Himmel fragt uns: Warum zweifelst du?“. Der Titel greift die fünfte Strophe des Passionsliedes „Holz auf Jesu Schulter“ auf und stellt eine Frage, die gerade in unserer Zeit von besonderer Dringlichkeit ist: In einer Welt, in der Feinde der Demokratie stärker werden, in der das Recht des Stärkeren die Gerechtigkeit bedrängt und viele Menschen mit Sorge in die Zukunft blicken, scheint „die Erde uns auf einen Abgrund zuzujagen“. Doch mitten in diese Erfahrung hinein erklingt die Gegenfrage des Himmels: „Warum zweifelst du?“ Sie ruft uns nicht zum bloßen Aushalten auf, sondern ermutigt dazu, Verantwortung zu übernehmen und die Welt im Vertrauen auf Gottes Verheißung zu verändern. Der Blick auf das Kreuz Jesu als „Baum des Lebens“ eröffnet dabei die Zuversicht, dass Erneuerung möglich ist – nicht durch Rückzug, sondern durch mutiges Handeln aus dem Glauben heraus.
Musik und Wort treten in dieser Passionsandacht in einen intensiven Dialog. Die Lesungen, vorgetragen von Pfarrerin Tanja Harrenberger, erschließen die geistliche Tiefe der Liedtexte und eröffnen neue Perspektiven auf Zweifel, Vertrauen und Hoffnung. Im Zusammenspiel von Wort und Klang entfaltet sich eine Passionsmeditation, die den Weg von der Bedrängnis zur Zuversicht nachzeichnet.
Das musikalische Programm spannt einen weiten Bogen durch verschiedene Ausdrucksformen geistlicher Bläsermusik. Johann Sebastian Bachs Choral „Jesu, meine Freude“ beeindruckt durch seine klassisch formvollendete Gestalt und seine enge Verbindung von Musik und Text. John Rutters „A Clare Benediction“, ursprünglich für Vokalchor komponiert, entfaltet in der Bläserfassung ein besonders gefühlvolles und emotional ausdrucksstarkes Klangbild – ein inniger musikalischer Zuspruch von Frieden, Vertrauen und Geborgenheit. Mit dem „Gebet um Frieden“ von Dieter Wendel erklingt eine zeitgenössische Komposition, inspiriert vom uralten Ruf „Dona nobis pacem“. Dieses Schlussstück greift das Leitmotiv der Andacht noch einmal auf und lässt es in einem eindringlichen und hoffnungsvollen Friedensruf ausklingen.
Die musikalische Gestaltung liegt in den Händen des Bläserchores unter der Leitung von Christine Häusler.

