Jahreswechsel: Fusion kommt
Zum Jahreswechsel fusionieren die beiden evangelischen Kirchengemeinden auf Hennefer Stadtgebiet. Zur „Evangelischen Kirchengemeinde Hennef und Uckerath“ gehören ab dem 1. Januar 2026 rund 8.000 evangelische Christinnen und Christen. Die beiden Standorte Christuskirche und Stephanuskirche ändern sich durch den Zusammenschluss aber nicht und auch das Gemeindeleben wird an beiden Standorten vielfältig bleiben.
Seit Sommer 2024 sind die beiden Gemeindevorstände bereits im Gespräch über eine engere Zusammenarbeit. Anstoß dafür war der Weggang von Pfarrer Dr. Christian Jung, dessen Stelle an der Stephanuskirche nicht mehr wiederbesetzt wurde. Gute Gründe für die Fusionsüberlegungen gaben aber auch die langjährige Zusammenarbeit zwischen den beiden Kirchengemeinden, die in der Öffentlichkeitsarbeit, beim Kanzeltausch und in der Jugendarbeit schon viele gute Erfahrungen miteinander gemacht hatten.
Nach einem gemeinsamen Zukunftsworkshop im Februar fassten die beiden Presbyterien Anfang Juli die formalen Beschlüsse, um den Zusammenschluss juristische Realität werden zu lassen. Nach den Sommerferien wurde mit als erstes die Konfirmandenarbeit ‚fusioniert‘: Nach einem neuen Konzept bekommen die etwa 80 Jugendlichen den Unterricht vor der Konfirmation nun in drei Gruppen an beiden Standorten. Auch über den Jahreswechsel hinweg beraten Arbeitsgruppen noch über den Neuzuschnitt der Pfarrbezirke, Fragen der Gemeindeorganisation sowie die zukünftige Gestalt von Gemeindezeitung und Webauftritt.
„Ich bin froh, dass alle formalen Beschlüsse in großer Einigkeit gefasst wurden“, sagt Pfarrer Dr. Stefan Heinemann, Mitglied der Steuerungsgruppe, die den Beratungsprozess zur Fusion über ein Jahr lang koordinierte. „Jetzt müssen wir inhaltlich zusammenwachsen: Wir werden uns verständigen, was wir als eine Gemeinde konzeptionell wollen. Das wird noch spannend, aber sicher gut!“ Und die Uckerather Presbyterin Stefanie Plieger ergänzt: „Damit die Fusion Realität wird, wollen wir das Gemeindeleben mit Inhalten füllen, Interessen zusammenführen, aber auch standortgebundene Gruppen erhalten.“
Den beiden Presbyteriumvorsitzenden ist es ein großes Anliegen, dass die konkreten Gemeindeangebote auch nach der Fusion zahlreich, lebendig und einladend bleiben, versichern Pfarrerin Annekathrin Bieling (Hennef) und Heike Kirchhoff (Uckerath). Auch die beiden Standorte Stephanuskirche und Christuskirche standen zu keinem Zeitpunkt in den Beratungen zur Diskussion.
Bereits beschlossen wurde das Logo der neuen Kirchengemeinde, das in Gemeindegottesdiensten am 1. Advent den Gemeinden präsentiert wurde: Das Logo bildet aus vielen verschieden großen Punkten die Besiedlungsstruktur von Hennef-City und Uckerath ab und zeigt das Kreuz als verbindendes Element. Die Punkte verkörpern die Vielfalt der Gemeindemitglieder und sie sind in den Farben des Regenbogens gestaltet, der in biblischer Tradition für den Segen Gottes steht.
„In der neuen, größeren Gemeinde freue ich mich darauf, neue Menschen und neue Perspektiven kennenzulernen“, sagt Kathrin Breuer, Presbyterin aus Uckerath. Ihre Hennefer Kollegin Anke Gresbrand pflichtet ihr bei: „Mal schaun, wie man Dinge auch anders machen kann. Das ist eine große Chance, etwas zu erneuern und sich von ein paar alten Zöpfen zu trennen.“
Gefeiert wird die Verbindung der beiden Gemeinden am ersten Januarwochenende: Am Samstag, 3. Januar, ab 16 Uhr findet der zentrale Festgottesdienst mit anschließendem Empfang in der Christuskirche (Beethovenstraße 42) statt.
Ein Fusionskonzert am Tag darauf ab 17 Uhr in der Stephanuskirche (Burgstraße 1) rundet das Wochenende ab.
