Wer oder was ist überhaupt ein Alltagsheld? Was muss dieser tun? Wie wird man zu einem Helden? Im Rahmen unseres Projektes „Helden des Alltags“ haben sich unsere angehenden Schulkinder mit diesen Fragen beschäftig. Sie haben sich intensiv über Menschen informiert, die täglich Verantwortung übernehmen und einen wichtigen Beitrag für unsere Gesellschaft leisten.

Los ging es mit einem Besuch von vier Polizeibeamten in unserer Kindertageseinrichtung. Mit großer Neugier lauschten die Regenbogendetektive den spannenden Erzählungen über den Polizeiberuf und erfuhren, welche vielfältigen Aufgaben Polizist*innen im Alltag übernehmen. Besonders beeindruckend war es für die Regenbogendetektive, selbst aktiv zu werden: Jedes Kind durfte einmal eine echte Schutzweste tragen und die daran befestigte Ausrüstung genauer unter die Lupe nehmen. Handschellen, Funkgerät und sogar eine Körperkamera sorgten für großes Staunen. Auch das Polizeifahrzeug wurde ausführlich erkundet. Alle Regenbogendetektive durften einsteigen, das Blaulicht wurde eingeschaltet und die Ausstattung im Fahrzeug genau untersucht. Dieser direkte Einblick machte für unsere angehenden Schulkinder schnell deutlich: Polizisti*nnen sind echte Helden des Alltags! Denn sie helfen anderen Menschen bei Unfällen oder Gefahren.

Im weiteren Verlauf des Projektes rückte die Gesundheit in den Mittelpunkt. Bei einem Ausflug in den Mundhygieneraum in Siegburg lernten die Regenbogendetektive auf anschauliche und praktische Weise alles rund um das Thema Zahngesundheit. Gemeinsam wurde das richtige Händewaschen mit einer Zauberseife geübt, die die Hände gelb einfärbte und erst verschwand, wenn die Hände gründlich gewaschen waren. Anschließend wurde auch das Zähneputzen gelernt. Dazu wurden die Zähne mit einer lila Flüssigkeit eingefärbt, die den Regenbogendetektiven zeigte, wo ihre Zähne überall noch gründlicher geputzt werden mussten. Außerdem erfuhren die Regenbogendetektive, was alles zu einem gesunden Frühstück gehört. Dieses Wissen ist besonders im Hinblick auf den bevorstehenden Schulstart wichtig, wenn die Regenbogendetektive ihre Brotdose zunehmend selbstständig zusammenstellen.

Der nächste thematische Baustein des Projektes bildete der Besuch bei der Hennefer Feuerwehr. Dort erklärte ein Feuerwehrmann den Regenbogendetektiven kindgerecht, wie Brände entstehen können und wie man sich im Ernstfall richtig verhält. Neben den wichtigen Verhaltensregeln durften die Regenbogendetektive auch ein kleines Experiment erleben: Sie lernten, dass Feuer nicht nur mit Wasser, sondern auch mit Schaum gelöscht werden kann. Gemeinsam wurde Schaum hergestellt – ein spannender und lehrreicher Moment! Natürlich durfte auch das Erkunden der Feuerwehrfahrzeuge nicht fehlen. Welche Gerätschaften sind in den Fahrzeugen gelagert? – von Beil über Spreizer bis hin zu Atemschutzmaske war viel zu entdecken. Sind alle Feuerwehrfahrzeuge gleich ausgestattet? – Nein. Wie kommt das Löschwasser in den Schlauch? – Durch einen Hydranten. Diese und viele weitere Fragen stellten die neugierigen Regenbogendetektive dem Feuerwehrmann. Der krönende Abschluss des Ausfluges war das Erkunden des Drehleiterfahrzeuges mit anschließender Fahrt im Drehleiterkorb: Mutig ging es für die Regenbogendetektive über 30 Meter in die Höhe, wo sie einen beeindruckenden Ausblick über Hennef genießen konnten. Dieses Erlebnis wird sicherlich noch lange in Erinnerung bleiben.

Das Projekt „Helden des Alltags“ hat den Regenbogendetektiven nicht nur viel Freude bereitet, sondern ihnen auch wertvolle Einblicke in wichtige Berufe und Themenbereiche ermöglicht. Sie konnten hautnah erleben, wie bedeutend Hilfsbereitschaft, Verantwortung und Zusammenarbeit sind. Denn dies sind die Eigenschaften, die einen Helden des Alltages ausmachen, da waren sich die Regenbogendetektive nun einig.

Jessica Pohl