Unser Leben, ein Wettkampf?!
Foto: Johnson David

Da sich momentan ja irgendwie alles um Sport dreht, mussten natürlich auch unsere Gottesdiestbesucher zunächst einmal zeigen, wie es um ihre Fitness bestellt ist. Simone und Flo hatten sich zur Begrüßung ein kleines Aufwärmprogramm ausgedacht, welches am Sonntagmorgen ordentlich Schwung auf den Hennefer Marktplatz brachte. Vom Hampelmann bis zur abschließenden Dehnübung war alles dabei und spätestens nach diesem Einstieg war wieder einmal klar: Der JuGo ist eben anders!!!

Ein wirklicher Wettkampf war diese anfängliche Sporteinlage natürlich noch nicht, aber sie gab schon eine klare Richtung vor. Stellte sich doch im Anschluss die Frage: Sind wir im Grunde alle SportlerInnen, die sich, genau wie die Hennefer Triathleten am Sonntagmorgen, permanent in einem „Tunnel“ befinden, nicht mitbekommen was sich rechts und links abspielt und nur geradewegs auf ihr Ziel zulaufen? Müssen wir uns immerzu abrackern, unsern Körper und uns selbst quälen, um am Ende wirklich etwas erreichen zu können? Und kämpft dabei eigentlich immer nur jeder für sich oder gibt es da doch auch so etwas wie ein Team, eine Mannschaft, die einem den Rücken stärkt?

Natürlich sind wir alle für unser Leben selbst verantwortlich. Es liegt in unseren Händen, welche Wege wir einschlagen, wie wir unsere Prioritäten verteilen und was wir aus dem machen, was uns von Gott geschenkt ist. Ja und sicher sind wir auch von Zeit zu Zeit Einzelkämpfer. Müssen eigenständig Entscheidungen treffen, Ängste und Hemmschwellen überwinden und Wegstrecken aus eigener Kraft zurücklegen. Doch können wir uns dabei zu jeder Zeit auf den besten Coach der Welt verlassen: Gott. Er bewahrt uns nicht davor auch mal zu stolpern oder das Ziel zu verfehlen, aber er gibt uns immer wieder aufs Neue die Kraft um weiterzumachen. Wieder aufzustehen, den Staub abzuputzen und es noch einmal von Neuem zu versuchen. Mit neuem Elan, neuem Mut und neuer Zuversicht. Bei Gott spielt es keine Rolle, wie schnell wir laufen, wie hoch wir klettern und wie weit wir springen. Unsere Erfolgsrate ist für ihn zweitrangig. Was zählt, ist das wir ihm vertrauen.Uns in all unsrem Tun ganz auf ihn verlassen und dabei spüren, dass wir den größten Preis, den ein Mensch in seinem Leben gewinnen kann, ohnhin schon sicher haben – Gottes unendliche Liebe zu uns. Eine Liebe die größer und bedeutender ist, als es jeder Erfolg unseres Lebens je sein könnte!

Und ein Team? Natürlich gibt es ein Team! Wir alle haben Familie und Freunde. Menschen, die uns auf unserem Weg begleiten, uns zuhören, uns Mut machen, uns mit Rat und Tat zur Seite stehen. Ja, GEHEN müssen wir allein, aber überall gibt es Hilfestellungen für Hindernisse, sowie Oasen zum Ausruhen und Kraft tanken.

Immer nur als Einzelkämpfer durchs Leben gehen? Immer nur die eigenen Erfolge und Ziele vor Augen, ohne auch nur einen einzigen Blick auf die Menschen rechts und links neben mir zu werfen? Nein, das ist kein Leben! Gemeinsam geht Vieles leichter. Gemeinsam kommt man weiter! Daran erinnert die Besucher des JuGos nun immer eine kleine bunte Kordel, welche sie in GEMEINSAMER Arbeit am Sonntag gedreht haben.

Kordel drehen_JuGo