Stadt nutzt Container weiter
Mira Steffan

„Als jüngste Stadt im Rhein-Sieg-Kreis liegt uns der Nachwuchs besonders am Herzen. Doch Hennef wächst. Und trotz starker Ausbauleistung der Stadt im Bereich der Kindertageseinrichtungen fehlen noch Plätze“, sagte Bürgermeister Klaus Pipke. Er dankte Mitte Juli der Evangelischen Kirchengemeinde Hennef – namentlich dem Vorsitzenden des Presbyteriums Pfarrer Dr. Stefan Heinemann und seiner Stellvertreterin Kirsten Schönauer – für die Unterstützung in Sachen Kinderbetreuungsplätze. Anlass war die Unterzeichnung eines Pachtvertrags, bei der beide die Evangelische Kirchengemeinde Hennef vertraten.

Gelände wird für zwei, maximal drei Jahre verpachtet
Denn unsere Kirchengemeinde stellt der Stadt Hennef ihr Grundstück in der Deichstraße 30 für den Übergangsbetrieb einer dreigruppigen Kita mit 55 Plätzen, davon 14 Plätze für Kinder unter drei Jahren zur Verfügung. Der Pachtvertrag läuft zunächst für zwei Jahre, kann aber in beiderseitigem Einverständnis bis zum 31. Juli 2020 verlängert werden. Spätestens bis dahin soll ein weiterer Kita-Neubau fertiggestellt und bezugsfertig sein.

KiTa RegenbogenDas Gebäude der KiTa ‚Regenbogen‘ war im Juli 2014 abgebrannt. Daraufhin wurden über 80 Kinder und Erzieherinnen der viergruppigen Einrichtung drei Jahre lang in Containern in der Deichstraße 30 untergebracht. Zu Pfingsten konnten nun Kinder und Erzieherinnen in das wiederaufgebaute Gebäude in der Kurhausstraße 88 einziehen. Damit wurden die Räumlichkeiten in der Deichstraße frei.

Konkrete Pläne wurden zurückgestellt
„In der Kirchengemeinde gab es bereits recht konkrete Pläne für dieses große Gartengelände direkt neben unserem Kinder- und Jugendhaus ‚Klecks‘“, sagte Kirsten Schönauer. Aber aufgrund der Anfrage der Stadt Hennef war der Gemeindevorstand umgehend bereit, die Stadt bei ihrem Ausbau an Kinderbetreuungsplätzen im Übergang zu unterstützen. „Nach maximal drei Jahren wird die Kirchengemeinde das Gelände jedoch wieder für eigene Zwecke verwenden wollen“, sagte Pfarrer Heinemann für das Presbyterium.
Für die vertrauensvolle Zusammenarbeit im Sinne der Familien bedankten sich auch der Beigeordnete Martin Herkt sowie Miriam Overath, Leiterin des Amtes für Kinder, Jugend und Familie der Stadt Hennef.

Text & Foto: Mira Steffan