„Simsalabim, dreimal schwarzer Kater!“
Ulli Grünewald

Seit nunmehr sieben Jahren können sich die Hennefer Kids im Alter von 6 bis 12 Jahren in den Herbstferien immer wieder auf die tolle Zirkuswoche freuen, die die Evangelische Kirchengemeinde hier in Hennef veranstaltet. Statt Langeweile zu Hause, warten spannende fünf Tage auf die rund 30 Mädels und Jungs; denn in der ersten Ferienwoche stehen in der Beethovenstraße traditionell Zaubern, Akrobatik, Clownerie und vieles mehr auf dem Programm, was die Zirkuswelt für die meisten Kinder so faszinierend macht. Montag bis Freitag von 9 bis 12 Uhr wird jeweils mit viel Spaß ausprobiert und geübt, doch schon vorher beginnt der Tag für die kleinen Zirkusartisten und ihr 6-köpfiges Helferteam mit einem Lied und einem gemeinsamen Frühstück. Veranstaltet wurde die Zirkuswoche auch in diesem Jahr wieder gemeinsam von der Evangelischen Kirche sowie dem Spielezirkus Bonn-Rhein-Sieg. Gegründet von Sportlehrer und Zirkuspädagoge Ingo Scharnberg vor 21 Jahren, bieten er und sein Team AGs an Schulen an, aber auch Workshops, Fortbildungen und vieles mehr für Klein und Groß können Zirkusbegeisterte dort anfragen. Während die Kids in der ersten drei Tagen nun im Gemeindehaus noch fleißig alles ausprobieren konnten, mussten sie sich danach festlegen, ob sie lieber jonglieren, zaubern oder balancieren möchten oder ob sie sich die Moderation oder das Aufführen von Sketchen vor einem großen Publikum vielleicht auch zutrauen würden. „Hauptsache Spaß!“, lautete die Devise aber auch in diesem Jahr in all den Tagen und so konnten Eltern, Großeltern, Geschwister und Freunde am vergangenen Freitagnachmittag im großen Gemeindesaal in eine abwechslungsreiche und faszinierende Zirkuswelt eintauchen. Eine knappe Stunde führte der 9-jährige Noah herzerfrischend und charmant durch das von den kleinen Zirkusdarstellern selbstgestaltete Programm und sorgte mit seinem mitunter „trockenen“ Humor für viel Schmunzeln im begeisterten Publikum. Ob Balancieren auf der Slackline oder der großen Laufkugel, eine atemberaubende Fakirnummer auf Nägeln und Scherben, Stelzenlaufen, Einradfahren, Jonglieren mit Bällen oder Stäben, witzige Sketche mit echten Schwergewichten oder dem Bau akrobatischer Pyramiden mit und ohne Leitern – für die tollen Darbietungen gab es von kleinen wie großen Zuschauerinnen und Zuschauern viel Beifall und mit Songs wie „Eye of the tiger“ bei den Akrobaten oder dem Ohrwurm aus den 80ern „Bruttosozialprodukt“ als musikalische Unterstützung für die fleißigen Helfer beim „Manegeumbauen“ ließ Ingo Scharnberg an der Tontechnik keine Langeweile aufkommen. Während die großen Magier nach anfänglich lustigen Startschwierigkeiten beim Zaubern von etwas Essbarem, statt einer hawaiianischen Blumenkette dann zur Freude der Jüngsten doch noch Schokobons zauberten, stand die Menschen-Pyramide des Helferteams rund um Heike Hyballa, die diese Woche leitet und organisiert, als Zugabe gleich wie eine Eins und am leckeren Kuchenbuffet nach der Zirkusvorstellung gab es bereits die ersten Anfragen, ob man sich denn jetzt schon für die Herbstferien im nächsten Jahr anmelden könne; denn das Abenteuer „Zirkus“ ist doch immer wieder aufregend.

Text & Bild: Ulli Grünewald