Ein Gottesdienst in Bewegung wurde am ersten Sonntag im November in Zusammenarbeit mit dem Seniorentanzkreis gefeiert. Entsprechend begann der Gottesdienst mit einer Gebetsgeste, die die Gemeinde gemeinsam im Stehen ausführte. Im weiteren Verlauf wurde ein Taizégesang mit Gesten „getanzt“ und in einem meditativen Innehalten nach der Lesung (Lukas 18,1-8) sagte Tanzleiterin Karin Winkler  einen einfachen Tanz an bei dem alle mitmachen konnten. Gerne beteiligten sich die Gemeindemitglieder an den schwungvollen Schritten: 2 Schritte vor – wiegen – 1 Schritt zurück … In Schlangen tanzten sie durch die Kirche.  Tanzen als Gebet.  In ihrer Predigt stellte Pfarrerin Bertenrath die Verbindung zwischen Tanz und Gebet her. So wie im Tanz die Schritte immer wieder wiederholt werden, so lebt auch das Gebet von der Wiederholung, von Geduld und Rhythmus. Es geht nicht darum „vorwärts“ zu kommen – im Tanz gibt es immer wieder Rückschritte – sondern sich einzuschwingen, Vertrauen zu fassen, die Mittänzerinnen an der Hand zu spüren und sich Gott zuzuwenden. Gott kennt uns und sieht und hört und hilft – Jesus ermutigt uns ohne Unterlass zu beten. Und beim gemeinsamen Tanz konnten wir erleben, wie dabei die Freude wächst.

Auch für das Einsammeln der Kollekte etablierte der Gottesdienst eine neue Form:  Tanzleiterin Inke Kolb erklärte rasch die einfachen Schritte, mit denen sich die freundlichen Geber und Geberinnen zu meditativer Musik Richtung Altar bewegten, wo der Klingelbeutel wartete.

Am Ende des Gottesdienstes präsentierte die Seniorentanzgruppe den Blocktanz auf den Gospel „He’s got the whole world in his hand“ – mit diesem Vertrauen ging die Tanzgruppe fröhlich gestimmt in den Sonntag: Gott hält die ganze Welt in seiner Hand! Seine Gegenwart ist unsere Rettung.

Inke Kolb