Es war einmal- Symbolik der Märchen

Märchen – das ist doch etwas für Kinder und hat nichts bei „gestandenen“ Frauen zu suchen!

DOCH!!! Am 11. Mai von 15 – 17 Uhr im Johannessaal!!!

Da beschäftigen wir uns in unserem Frauentreff mit diesem Thema. Unsere Referentin – Frau Hannelore Müsse schenkt uns jedoch keine Märchenstunde im herkömmlichen Sinn, sondern führt uns am Beispiel des Märchens „Der Teufel mit den drei goldenen Haaren“ in die psychologische Deutung von Märchen ein:

Märchen erzählen von der menschlichen Seele.

Märchen drücken ein Bedürfnis nach heiler Welt aus.

Märchen schildern Schicksalsaugenblicke, in denen wir Menschen gezwungen werden, zwischen verschiedenen Einstellungen zum Leben zu wählen.

Märchen haben eine ureigene Sprache. Sie sind traumnah, voller Fantasie, sie spielen in den Übergängen zwischen Realität und Vorstellung.

Märchen sind zeitlos populär, weil sie Ur-Konflikte in starken Fabeln und klaren Bildern verpacken.

Märchen sind Geschichten gelebter Mitmenschlichkeit.

Märchen haben eine grenzenlose Gültigkeit, eine unvergleichliche Poesie, eine zeitlose Schönheit.

Märchen spenden Trost, sie lehren uns, dass nur die Liebe Rettung und Erlösung verspricht.

Märchen wissen jedoch auch um die enormen Gefährdungen, dem Weg der Liebe zu folgen. Es sind Abenteuer zu bestehen: gegen Riesen Zwerge, Untiere, Zauberer, Verwunschenes aller Art.

Das alles spielt in der Seele der Menschen und muss bestanden werden. Insofern schildern die Märchen die Liebe und die Reifung dazu als einen Erlösungsweg von Ängsten und Zwängen, die uns seit Kindertagen in die Seele gelegt wurden.

„…. und wenn sie nicht gestorben sind…“: Märchen haben ein gutes Ende.

Haben Sie Lust an diesem Thema bekommen?? Dann kommen Sie an diesem Nachmittag zu uns.

 

Text: Marina Schoneberg
Foto: Marina Schoneberg