Das Bild vom Kind
Jedes Kind ist von Geburt an ein, seinem Alter entsprechend kompetent handelndes Wesen, mit einer eigenen Persönlichkeit, eigenen Gefühlen und  Gedanken. Als solches ist es einzigartig und vollständig, und wir verstehen es als ein von Gott gewolltes und geliebtes Geschöpf. Wir nehmen es mit all seinen Stärken und Schwächen an und unterstützen es in seiner ganzheitlichen Entwicklung. Jedes Kind braucht ein soziales Umfeld, das seine Grundbedürfnisse befriedigt und ihm Hoffnung und Vertrauen ermöglicht, damit es angstfrei leben und aufwachsen kann.
Kinder wollen lernen und die Welt entdecken, und zwar mit allen Sinnen. Dazu benötigen sie ein geschütztes Umfeld, in dem sie vorhandene Erfahrungen und Verhaltensweisen einbringen und vielfältige neue Erfahrungen machen und Verhaltensweisen einüben können.

Das Bildungsverständnis „Ich bin gut so wie ich bin!“
Es ist normal verschieden zu sein! Das bedeutet für uns, jedes Kind in seiner Besonderheit wahrzunehmen und ihm zu vermitteln: Du bist richtig so wie du bist.
Durch einen liebevollen und wertschätzenden Umgang miteinander, fördern wir das positive Selbstbild des Kindes und stärken sein Grundvertrauen als Basis für eine gesunde Entwicklung.
Jedes Kind lernt und erobert sich dann seine Welt im eigenen Tempo und entsprechend der eigenen Möglichkeiten.

KiTa-Konzeption-SituationsansatzDer pädagogische Ansatz
In unserer pädagogischen Arbeit orientieren wir uns am Situationsansatz.
Kinder haben von Anfang an Rechte, sie sind Akteure ihrer Entwicklung. Diese Sicht bestimmt das Bild vom Kind im Situationsansatz. Der Situationsansatz orientiert sich an den Interessen, Bedürfnissen und Erfahrungen der Kinder.  Im täglichen Beisammensein werden Normen und Werte vermittelt.
Die pädagogischen Ziele im Situationsansatz sind Autonomie, Solidarität und Kompetenz.
Sie orientieren sich an gesellschaftlichen Entwicklungen und den demokratischen Grundwerten. Sie beinhalten wesentliche Bereiche der Persönlichkeitsentwicklung, der Ich -, Sozial und Sachkompetenz.
Beim Situationsansatz steht das ganzheitliche Menschenbild im Vordergrund – jedes Kind wird als Mensch mit individuellen Stärken und Schwächen wahrgenommen, wertgeschätzt und gefördert.
Die Pädagogen sind Lehrende und Lernende. Ihre Grundhaltung ist die des Entwicklungsbegleiters für die Kinder.  Erzieherinnen unterstützen Kinder in ihrer Selbständigkeitsentwicklung, indem sie ihnen ermöglichen, das Leben in der Kindertageseinrichtung aktiv mit zu gestalten.
Auch bei der Raumgestaltung nehmen die Kinder aktiv teil und haben die Möglichkeit, Wünsche zu äußern. Die Kinder lernen in altersgemischten Gruppen durch verschiedene Erfahrungen und Kompetenzen miteinander und voneinander.
Die Mitwirkung der Eltern in der pädagogischen Arbeit ist sehr wichtig, denn Eltern und Pädagogen sind Partner in der Betreuung, Bildung und Erziehung der Kinder.

Die pädagogische Zielsetzung
Im Rahmen unseres Auftrags der Erziehung, Bildung und Betreuung setzen wir uns folgende Schwerpunkte.

Die Kinder kommen gerne zu uns.
Wir schaffen eine Atmosphäre in der sich die Kinder wohl fühlen. Durch klare Regeln, gemeinsame Werte und Grenzen geben wir den Kindern Orientierung und Halt. In unserer Raum- und Tagesgestaltung berücksichtigen wir die Bedürfnisse nach Bewegung, Freiräumen, Ruhe, Geborgenheit, Spontanität und Verlässlichkeit.
 
Die Kinder lernen soziales Handeln.
Wo viele Kinder zusammen treffen, gibt es Meinungsverschiedenheiten und Gegensätzlichkeit. Die Kinder sollen lernen, Konflikte konstruktiv, das heißt offen und partnerschaftlich auszutragen. Die Kinder erleben Gemeinschaft, nehmen aktiv am Gruppengeschehen teil und finden im täglichen Miteinander Freunde.

Die Kinder entwickeln sich weiter als eigenständige und selbstbewusste Persönlichkeiten.
Der eigene Wille der Kinder ist uns sehr wichtig. Wir schaffen Freiräume für selbstständiges Handeln, beraten und machen Lern- und Spielangebote. Dabei geben wir viel Ermutigung und fördern die Selbstständigkeit. Emotionen lassen wir zu, denn die Kinder sollen lernen, ihre Gefühle wahrzunehmen, auszudrücken und sinnvoll damit umzugehen.

Die Kinder sind den Anforderungen der Schule gewachsen.
Durch ganzheitliche, individuelle Förderung und kindgerechte Lernerfahrungen erweitern wir das Wissen der Kinder, sowie ihre musischen, kreativen, motorischen und kognitiven Fähigkeiten. Im Freispiel geben wir den Kindern durch ein vielfältiges Materialangebot viel Zeit zum Ausprobieren und selbständigen Arbeiten.

Die Kinder entwickeln eine christliche Grundhaltung.
Im regelmäßigen Gebet (z.B. vor dem Essen oder zum Abschluss der Woche), dem Kennenlernen kindgerechter biblischer Geschichten und dem Feiern der Feste im Kirchenjahr erleben die Kinder Grundzüge des christlichen Glaubens und damit die spirituelle Dimension des Lebens im Gegenüber zu Gott. Wir vermitteln den Kindern Grundwerte und Achtung gegenüber den Mitmenschen sowie Annahme und Wertschätzung eines jeden mit seinen Stärken und Schwächen. Wir fördern umweltgerechtes Verhalten und gehen sorgsam mit der Natur um.