Unter dem neuen Sonnensegel freuen sich Bettina Zanella, Vorsitzende des Fördervereins, und Kassenwartin Franziska Zillger. Sie übergaben die neue Installation an KiTa-Leiterin Olga Graf und Pfarrer Stefan Heinemann (von links).
Boris Zanella

“Die Zeit der Provisorien ist vorbei”, zeigte sich Olga Graf, Leiterin der Evangelischen Kindertagesstätte “Regenbogen” erleichtert. Grund der Freude ist das Sonnensegel, das der Förderverein nun Mitte September durch seine Vorsitzende Bettina Zanella der KiTa zum Geschenk gemacht hat. Damit werden Sonnenschirme und Decken aus den Beständen der Eltern, die bisher den Sonnenschutz des großen Sandkastens auf dem Freigelände garantierten, nicht mehr benötigt. Stattdessen überspannt eine große dreieckige Plane den zentralen Buddelplatz und verhindert unliebsame Begleiterscheinungen intensiver Sonneneinstrahlung für die Jüngsten.

“Können wir das schaffen?”, fragte man sich im Verein
Der Sonnenschutz war dem Brand der KiTa vor fünf Jahren zum Opfer gefallen und von der Versicherung nicht ersetzt worden. Er konnte deshalb im Rahmen des Neuaufbaus nicht gleich wiederhergestellt werden. „Also mussten wir etwas tun und uns darum kümmern”, so Bettina Zanella.
Aus den finanziellen Beständen des Fördervereins heraus war diese große Aufgabe allerdings nicht zu stemmen. Auch mit der Einwerbung eines großzügigen Angebots der Firma Franz Aachen aus Bonn im Rücken, schienen 5.000 € Kosten eine nicht zu überwindende Hürde zu sein.

Spendenbereitschaft übertraf alle Erwartungen
Doch an Ideen zur Finanzierung mangelte es nicht. Couragierte Planungen wurden mit viel Engagement in die Tat umgesetzt. Mit rund 3.000 € hatte vor allem der Sponsorenlauf der kleinen Nutzer der Einrichtung die Erwartungen mehr als übertroffen. Zugleich stolz, aber auch verwundert nahmen manche der spendierbereiten Eltern und Großeltern zur Kenntnis, mit welch großartiger Motivation sich die Sprösslinge der Herausforderung stellten und sich für das große Ziel mächtig ins Zeug legten.
“Das hat alle unsere Erwartungen mehr als übertroffen”, berichtet stolz die Kassenwartin des Förderver-eins, Franziska Zillger, die mit dieser Aktion rund 3.000 € für das Projekt verbuchen konnte. Weitere nam-hafte Beträge flossen durch die Tombola des Gemeindefestes sowie einen Zuschuss aus den Mitteln der Hennef-Stiftung der Kreissparkasse in den Sammeltopf.

Als nächstes werden Bäume gepflanzt?
“Wir sind aber noch lange nicht fertig”, betont Bettina Zanella. So groß die Freude über das Segel auch ist, der Lichtschutz auf der großen Freifläche reicht noch lange nicht aus. Daher ist der Blick auch schon nach vorne gerichtet. Zunächst soll mit zusätzlich anzubringenden Planen auf den Sonnenstand flexibel reagiert werden können, “vor allem aber würden wir uns wünschen, ein paar möglichst schon größere Bäume ein-pflanzen zu können”, so die Vorsitzende – sicher mit der unausgesprochenen Hoffnung, dass die Freunde und Förderer des “Regenbogens” auch für die Fortsetzung dieser Erfolgsgeschichte bereitstehen werden.

Text: Christian Niebuhr; Foto: Boris Zanella