Jung und Alt machen Weihnachtstheater
Ulli Grünewald

„Die vier Lichter des Hirten Simon“ – das war der Titel des vorweihnachtlichen Krippenspieles, das vier Tage vor Heiligabend Alt und Jung in der evangelischen Christuskirche in Hennef begeisterte. Vor etwa 80 Gottesdienstbesuchern führten Kindergartenkinder und Seniorinnen gemeinsam ein generationenübergreifendes Theaterprojekt zum Abschluss. Vorangegangen waren monatelange Proben für die Gruppe aus Jung und Alt.

Eigentlich noch vier Tage zu früh für das klassische Krippenspiel zu Heiligabend, hatten Marina Schoneberg und Anja Penni bei den Vorbereitungen daher den Schluss der Geschichte abgeändert: Noch war die Geburt des Christkindes nicht zu sehen. Für das Generationen-Projekt war das aber nicht ausschlaggebend. Denn es ging den beiden, der Erzieherin der Kita Regenbogen und der Leite-rin des Seniorentreffs sowie des Frauentreffs, viel mehr um das Miteinander der Generationen und die gegenseitige Wahrnehmung. Deshalb hatten sie nach den Sommerferien schon eine „Theater AG“ gegründet – und da niemand schon bei sommerlichen Temperaturen Weihnachtslieder singen mochte, wurde zunächst kreativ an Kostümen und Bühnenbild gearbeitet und einfach so gesungen.

2016 KrippenspielHirte Simon sucht sein Lamm
Nach viel Spaß und zahlreichen Proben in den vergangenen Monaten, erzählten, spielten und sangen nun während des weihnachtlichen Gottesdienstes neun Kindergartenkinder und zwei Seniorinnen die Geschichte des Hirten Simon, der auf der Suche nach seinem verlorenen gegangenen Lamm vieles erlebt. Losgezogen mit einer Laterne mit vier Lichtern, die ihm der Hirte Jakob mitgegeben hat, trifft Simon zunächst auf einen Dieb – der weiß zwar nicht, wo das Lamm ist, hat es aber immerhin gese-hen. Simon möchte helfen und schenkt dem einsamen Dieb eines seiner Lichter. Auch ein Wolf kann Simon nicht weiterhelfen, aber der Hirtenjunge kümmert sich um seine verletzte Pfote und schenkt auch ihm ein Licht. Sein drittes Licht gibt Simon einem Bettler in der Stadt, der sein Mitleid erregt. Aber eine Spur von seinem Lamm hat er immer noch nicht gefunden. Da erkennt er in der Ferne ein Licht, das ihn in einen Stall führt. Nicht nur sein Lamm findet Simon dort wieder, auch Maria und Josef und die anderen Tiere sind versammelt. Gemeinsam erwarten sie die Geburt Jesu.

Liebe ist wie Licht
Mit jedem Licht habe Simon Mensch und Tier ein Stück Liebe geschenkt – Liebe ist wie Licht, sie breitet sich mit Lichtgeschwindigkeit aus, erklärte Pfarrer Stefan Heinemann nach dem Stück. Und Weihnachten ist es Gott, der ein großes Licht in Betlehem angezündet hat. Der Spatzenchor der Kita Regenbogen unter der Leitung von Annette Marx begleitete den Gottesdienst musikalisch und nach den Fürbitten, die Kindergartenkinder und Seniorinnen gemeinsam vortrugen, beschlossen alle ge-meinsam mit „Halte zu mir guter Gott“ den Gottesdienst.

Ein Dank an alle Eltern und Pfarrer Heinemann sprach Christiane Link stellvertretend für das Kita-Team aus und Angela Puzicha, Vorsitzende des Elternbeirates, bedankte sich für das tolle, abwechslungsreiche Kindergartenjahr und überreichte gemeinsam mit ihrer Tochter kleine „Wunderkerzen“ als Dankeschön.

Fotos & Text: Ulli Grünewald