Zu besonderen Ereignissen im Leben eines Menschen feiern wir besondere Gottesdienste, so genannte ‚Kasualien‘. Das können fröhliche Anlässe sein wie Taufe, Konfirmation oder Hochzeit, aber auch traurige wie der Abschied von einem Verstorbenen.
 
Hier finden Sie die üblichen Kasualgottesdienste – oder haben Sie den Wunsch, zu einem anderen Anlass einen besonderen Gottesdienst zu feiern? Dann sprechen Sie unser Pfarr-Team an. Wir sind für viele Ideen offen!

TaufeDas Zeichen der Taufe ist das Wasser, in das Täuflinge ursprünglich ganz eingetaucht wurden.
Wasser ist das Urelement des Lebens: Ohne Wasser gibt es kein Leben.
Umgekehrt ist Wasser auch lebensbedrohlich: Hier kann Leben untergehen und enden.

Im Wasserritus erfahren die Täuflinge so symbolisch, was Jesus Christus durchlebt hat: Wie er durch den Tod zum ewigen Leben kam, so taucht der Täufling aus dem Wasser auf als Mensch des neuen Lebens.

Die Taufe symbolisiert die Zugehörigkeit zu Jesus Christus und bedeutet die Aufnahme in seine Kirche. In unserer Landeskirche werden Taufen vorrangig im sonntäglichen Gemeindegottesdienst gefeiert, um zu zeigen: Dieser Mensch wird in unsere Gemeinde aufgenommen.

Getauft werden in der Regel kleine Kinder, wobei das Alter heute sehr unterschiedlich sein kann. Bei der Taufe von Babys sehen wir in dem Zeichen der Taufe die Güte Gottes an uns Menschen, zu der wir nichts hinzutun müssen. Bei Jugendlichen und Erwachsenen ist die Taufe dasselbe wie die Konfirmation, nämlich die Bekräftigung bzw. Bestätigung des eigenen Glaubens.

Zu einer Taufe gehört in jedem Fall ein persönlicher Bibelvers, der dem Täufling bei der Taufe zugesagt wird. Eine Auswahl möglicher Taufsprüche finden Sie bei Taufspruch.de.

Zur Taufe eines Kindes müssen nicht, aber können Paten benannt werden, die die Eltern bei der Erziehung im christlichen Glauben unterstützen. Um dieses Amt, das ihnen von der Gemeinde anvertraut wird, aufrichtig wahrnehmen zu können, müssen Paten Mitglied einer christlichen Kirche sein. Paten, die nicht Mitglied unserer Hennefer Kirchengemeinde sind, müssen vorab eine Patenbescheinigung ihrer Kirchengemeinde beibringen.

Weitere Informationen rund um die Taufe lesen Sie gerne in unserem Flyer Taufe nach.

Die nächsten Tauftermine finden Sie unten an. Soblad Sie sich für einen Termin entschieden haben, nehmen Sie bitte direkt mit dem angegebenen Pfarrer bzw. Pfarrerin Kontakt auf. Hier wird ein Taufgespräch mit Ihnen vereinbart und die weiteren Vorbereitungen besprochen.

Die nächsten Tauftermine sind:

Sonntag 30. Juli 11 Uhr Pfarrer Herzner (80618) belegt
Sonntag 20. Aug. 11 Uhr Pfarrer Heinemann (9086878) belegt
Samstag 9. Sept. 15 Uhr Pfarrer Herzner (80618) belegt
Sonntag 10. Sept. 9:30 Uhr Pfarrer Herzner (80618) belegt
Samstag 21. Okt. 15 Uhr Pfarrerin Bertenrath (2542) belegt
Sonntag 22. Okt. 11 Uhr Pfarrerin Bertenrath (2542)
Sonntag 12. Nov. 9:30 Uhr Pfarrer Heinemann (9086878)

Die Konfirmationen finden in unserer Gemeinde jeweils an einem Samstag oder Sonntag zwischen Ostern und Pfingsten statt. In diesem Festgottesdienst bestätigen die Jugendlichen ihre Taufe als Kind: Sie bekennen vor der Gemeinde ihren Glauben an den dreieinigen Gott.
Dann werden sie gesegnet. Dazu wird ihnen ein persönlicher Bibelvers zugesagt, ihr Konfirmationsspruch.

Der Konfirmation voraus geht in unserer Kirchengemeinde ein einjähriger Unterricht. Teile des Unterrichts sind wöchentliche Treffen am späten Nachmittag, eine Konfirmandenfahrt in den Herbstferien sowie der regelmäßige Gottesdienstbesuch. Obligatorisch ist auch das Auswendiglernen zentraler Texte des christlichen Glaubens.

Sind Sie unsicher, ob Ihr Kind zum Konfirmandenunterricht angemeldet werden sollte?
Dann wenden Sie sich an unser Gemeindebüro oder ein Mitglied des Pfarr-Teams.

TrauungIm Grundsatz ist die kirchliche Trauung in der evangelischen Kirche ein Gottesdienst wie jeder andere auch.
Er wird gefeiert anlässlich der standesamtlichen Eheschließung zweier Menschen, wobei die ein paar Tage vorher gewesen sein kann oder schon länger zurückliegen mag.

Die kirchliche Trauung kann auch ökumenisch gefeiert werden, entweder in der katholischen oder in der evangelischen Kirche. Die Ehe ist nach katholischem Verständnis ein Sakrament und ein kirchenrechtlicher Akt – das wird in der evangelischen Kirche anders gesehen. Daher können Geschiedene in der evangelischen Kirche auch ein zweites Mal kirchlich getraut werden.

In unserer rheinischen Landeskirche können auch homosexuelle Paare getraut werden. Nach Kirchenrecht ist ihre Trauung der heterosexueller Paare gleichgestellt.

Trauung2In der Regel finden Traugottesdienste an einem Freitag oder Samstag statt, die Uhrzeiten können abgesprochen werden.
Es ist aber auch möglich, seine kirchliche Trauung im sonntäglichen Gemeindegottesdienst zu feiern.
Bitte melden Sie sich frühzeitig bei Ihrem Pfarrer / Ihrer Pfarrerin zur kirchlichen Trauung an. Es wird dann ein Traugespräch verabredet zur gemeinsamen Vorbereitung des Traugottesdienstes.

Weitere Informationen zur Trauung lesen Sie gerne in unserem Flyer Trauung nach.

Kein Verlust ist ungeschehen zu machen.
Und der Ohnmacht angesichts des Todes kann niemand ausweichen.

Darum ist es so wichtig, trauern zu dürfen. Dauerhaft beherrscht und ungerührt zu bleiben – das ist auf lange Sicht belastender als der Trauer Ausdruck zu verleihen.

Kasualien Trauerfeier3Über das Verlorene zu sprechen – über den Menschen, den man verloren hat – das kann dagegen zu einer Brücke werden.
Wenn man diese Brücke begeht, verwandelt sich die Trauer oft in Gefasstheit und Dankbarkeit. Es wird möglich weiterzuleben.
Für die längerfristige Trauerbegleitung bieten sich unsere Trauergruppen an oder Trauernetz.de, ein Online-Angebot der Evangelischen Kirche.

Schon vor oder unmittelbar nach dem Tod eines Menschen können sie die Unterstützung eines Seelsorgers in Anspruch nehmen.
In Krankenhäusern sind Krankenhausseelsorger für dieses Anliegen ansprechbar.
Hier in Hennef kommt unser Pfarrteam gerne für eine Andacht am Sterbebett oder zu einer Aussegnung zu Ihnen – sei es im Privathaus oder andernorts.

Zur Feststellung des Todes muss der Hausarzt oder ein Notarzt hinzugerufen werden.
Um viele weitere Formalitäten rund um die Beisetzung kümmert sich Ihr Bestatter.
Mit Ihnen und dem zuständigen Pfarrer spricht er einen Beisetzungstermin ab.
In einem gemeinsamen Gespräch bespricht der Seelsorger mit Ihnen Ihre Wünsche für die Trauerfeier.

Kasualien Trauerfeier2Denn die Bestattungsriten der Kirche sind von Region zu Region verschieden. Überall werden sie aber bestimmt durch das, was das Evangelium über Leben und Tod, Zeit und Ewigkeit sagt.
Und weil jedes Leben einmalig ist, bietet der Ritus der Bestattung mit seinen einfachen Gesten, Handlungen und Worten einen offenen Raum für die persönliche Gestaltung von Trauer und Abschied.Die Trauerfeier wird mit Gebeten, Musik, Liedern und biblischen Lesungen gestaltet. Die Ansprache beschreibt das zu Ende gegangene Leben als die einmalige Geschichte Gottes mit diesem Menschen. Beim dreimaligen Erdwurf am Grab nennt der Pfarrer nochmals den Namen des Toten und übergibt ihn in die gnädige Hand Gottes. Wenn zum Abschluss alle Anwesenden diesen Erdwurf fortsetzen, beteiligen sie sich am gemeinsamen Begraben des Verstorbenen.

Für die meisten Menschen ist die Zeit nach der Beisetzung schwerer noch als die Zeit zuvor: Da war so viel zu erledigen, dass manchmal keine Zeit zum Trauern war.
Ihr Pfarrer ist weiter für Sie da, auch wenn er oder sie mit der Bestattung nichts zu tun hatte.
In unregelmäßigen Abständen bieten wir auch Trauerseminare an.

Für die Dienste Ihres Pfarrers entstehen Ihnen als Kirchenmitglied keine Kosten – auch nicht, wenn Sie dabei kirchliche Räume in Anspruch nehmen!
Viele Informationen finen Sie auch noch einmal in unserem Flyer Wenn Sie trauern sowie im Flyer Kind & Tod.
Wer einmal Mitglied der evangelischen Kirche war, dann aber ausgetreten ist, kann jederzeit wieder in die Kirche eintreten.
Das ist ganz unbürokratisch möglich: Setzen Sie sich mit einem Pfarrer oder einer Pfarrerin in Verbindung – das ist unser Pfarr-Team.
Ihr Gesprächspartner vereinbart mit Ihnen einen Termin für ein persönliches Gespräch: Es bietet denjenigen, die mögen, die Chance, ihre persönliche Geschichte mit der Institution Kirche zu erzählen.
 
Falls sie zur Hand sind, sollten Eintrittswillige zu diesem Gespräch neben dem Personalausweis die Taufurkunde oder eine entsprechende Bescheinigung mitbringen sowie die Austrittsbescheinigung vom Amtsgericht.
Falls Sie möchten, kann die Aufnahme im Gemeindegottesdienst oder im Zusammenhang mit einem Gottesdienst in der Kirche feierlich vollzogen werden.
Falls Sie umgekehrt gerne mehr Distanz hätten, können Sie sich auch bei einer kirchlichen Eintrittsstelle melden und dort das Gespräch führen.
 
Ist der Eintritt mit einer Taufe verbunden?
Wenn Sie vor Ihrem Austritt nicht evangelisch waren, aber durch die Taufe einer anderen christlichen Kirche angehört haben, dann werden Sie nicht noch einmal getauft.
Denn die Taufe ist einmalig.
Wer bisher keiner Kirche angehörte, wird in einem Gottesdienst mit der Taufe in die evangelische Kirche aufgenommen.
 
Die Konfession wechseln – ein Sonderfall des Eintritts
Manchmal ergibt es sich im Laufe eines Glaubenslebens, dass man in der einen Konfession getauft ist, sich aber zunehmend in einer anderen Konfession zu Hause fühlt. Dann kann es sich nahe legen, zu dieser anderen Kirche überzutreten – zu ‚konvertieren‘.
Dazu ist zunächst der formale Austritt aus der Herkunftskirche erforderlich – dies geschieht beim zuständigen Amtsgericht Siegburg. Anschließend erfolgt die Aufnahme in die evangelische Gemeinde.

Empfehlenswert ist jedoch, schon vorab den Kontakt zu einem Mitglied unseres Pfarr-Teams herzustellen.
 
Gibt es vor dem Eintritt eine Prüfung?
Ganz klar nein! Es muss sich auch niemand für die Gründe seines Eintritts oder eines zurückliegenden Austritts rechtfertigen.
Zur Aufnahme gehört jedoch ein vorbereitendes Gespräch, in dem auch diese Themen angesprochen werden können.

 
Welche Kosten entstehen?
Der Eintritt selbst ist kostenfrei. Als neue Mitglieder beteiligen sich diejenigen, die Lohn- oder Einkommenssteuer zahlen, mit der Kirchensteuer an der Finanzierung der vielfältigen Aufgaben ihrer Kirche. Die Kirchensteuer beträgt neun Prozent der Lohn- und Einkommenssteuer.
Durch die Kopplung an die Lohn- und Einkommenssteuer nehmen die Kirchen Rücksicht auf die finanzielle Leistungskraft des Einzelnen: Wer in der Ausbildung ist oder arbeitslos oder eine kleine Rente beizeht, zahlt auch keine Kirchensteuer.
 
Welche Vorteile habe ich durch einen Eintritt?
… in der Gemeinde erleben Sie Gemeinschaft, Gottesdienst und geistliches Leben.
… Sie dürfen am Abendmahl teilnehmen.
… Sie dürfen Pate eines Taufkindes werden.
… Sie haben Anspruch auf seelsorgerliche Betreuung sowie auf kirchliche Amtshandlungen wie Trauung und Beerdigung.
… Sie können die vielfältigen Angebote der evangelischen Kirche nutzen etwa in den Bereichen Jugend, Erwachsenenbildung und Kultur.
… Sie profitieren vom ehrenamtlichen Engagement anderer im sozialen, kulturellen und kirchenmusikalischen Bereich – oder können sich selbst dort einbringen.
… Sie haben das Wahlrecht bei Presbyteriumswahlen und dürfen selber für ein solches Leitungsamt kandidieren.

Sie sind Mitglied unserer Kirchengemeinde und wollen in einer anderen Gemeinde oder christlichen Kirche Pate werden?
Darüber freuen wir uns. Von uns benötigen Sie dazu eine Patenbescheinigung, mit der Sie belegen, dass Sie aktuell Mitglied unserer Kirchengemeinde sind.
Solche Patenbescheinigungen stellen Ihnen auf Wunsch die Mitarbeiterinnen in unserem Gemeindebüro aus.