Pilgern vor der HaustürSeit 2015 bietet Carola Juschka in unserer Gemeinde Pilgerwanderungen unter dem Motto „Pilgern vor der Haustür“ an. Zuvor hat sie eine Fortbildung zur Pilgerwegbegleiterin absolviert.

Was bedeutet nun evangelisch pilgern? 

Was erwartet mich als PilgerIn?

Was kommt da auf mich zu?

Zuerst einmal mache ich mich in Gemeinschaft mit anderen im wahrsten Sinne des Wortes auf den Weg, bringe mich in Bewegung, verlasse gewohnte Bahnen, lasse für einen Tag den Alltag hinter mir.
Die körperliche Bewegung bringt meine Gedanken in Bewegung.
Der jeweils die Pilgerwanderung begleitende Text oder die Gedankenanregungen laden mich zum Nachdenken ein.
Es bietet sich mir die Chance, mich und meine Umgebung ganz bewusst wahrzunehmen und meine Sinne zu schärfen.

Unterstützung erfahre ich dabei durch Phasen des Schweigens. Schweigen eröffnet einen Raum für Gedanken und Gefühle, denen ich sonst keine Zeit einräume, die sonst nicht da sein dürfen oder können.
Ich gehe Fragen nach, die anstehen. Neue Perspektiven entwickeln sich.
Die Stille bietet die Möglichkeit, meine eigene Wahrnehmung zu stärken, meine innere Stimme zu hören.
Ich achte verstärkt auf die Umgebung, der Weg schenkt mir seine eigenen Gedanken und Impulse. Ungeordnetes beginnt sich zu klären. Ich komme mit meinem Gott – wieder neu – ins Gespräch.

Warum „Pilgern vor der Haustür“?

Carola Juschka wählt bewusst Wege in der näheren Umgebung von Hennef für die von ihr angebotenen Pilgerwanderungen.

Pilgern ist ein Herausgehen aus dem Alltag, es braucht dafür aber keinen großen Aufwand, nicht zwingend eine altbekannte Pilgerstrecke. Allein entscheidend ist die Bereitschaft, sich auf die Begegnung mit sich selbst einzulassen, dem Wirken Gottes in sich nachzuspüren.

Text. Carola Juschka, Foto: U. Juschka