Bläserkonzert: „Bevor die Sonne sinkt“
Peter Waidelich

Klassische und moderne Bläsermusik
am Sonntag, 13. November, 17 Uhr in der Christuskirche

Vielfältige Rhythmen und Harmonien werden an diesem Abend erklingen: Das Repertoire, das das Blechbläserensemble der Christuskirche zu Gehör bringen wird, reicht von einer klassischen Sonate von Daniel Speer bis hin zu modernen lateinamerikanischen Tänzen von Bruce Fraser.

Erinnerung an Rolf Schweizer
Mit seinem Konzert erinnert der Hennefer Bläserchor an den Komponisten Rolf Schweizer (1936-2016), der sich besonders um die Bläsermusik verdient gemacht hat und im vergangenen Juni verstarb. Das Mottolied für dieses Konzert, „Bevor die Sonne sinkt“ (EG 491), wurde von ihm komponiert.
Einige Mitglieder des Hennefer Bläserchores haben Rolf Schweizer bei Workshops persönlich kennen und schätzen gelernt. Seine Musik ist keineswegs glatt und eingängig. Sie lädt vielmehr zur Auseinandersetzung mit einem Thema ein. Aber wer sich auf Schweizers anspruchsvolle Harmonik einlässt, wird reich belohnt. Das gilt sowohl für die Zuhörenden, als auch für die Interpreten.
Rolf Schweizers Haltung  zu seinen Kompositionen klingt in einem Zitat von ihm an, in dem es um die Praxis der Kirchenmusik geht: „Die Wahrheit einer Kunst liegt nicht allein in deren perfekter Virtuosität, sondern in ihrer geistigen, handwerklichen und humanen Redlichkeit.“

Rolf Schweizer (1936-2016) wuchs in Mundingen im Breisgau auf. Seine erste musikalische Ausbildung erhielt er im Blasmusikverein des Dorfes. Er studierte evangelische Kirchenmusik in Heidelberg. Von 1956 bis 1966 war er Kantor an der Johanniskirche in Mannheim. 1966 wurde er Bezirkskantor in Pforzheim. 1969 wurde er zum Kirchenmusikdirektor und 1975 zum Landeskantor von Mittelbaden ernannt.
In seiner Tätigkeit als Chor-, Bläser- und Orchesterdirigent wurde er weit über die Region hinaus bekannt. Vor allem aber als Komponist geistlicher Lieder, Posaunen- und Kinderchormusik, sowie größerer Chor-, Orchester- und Orgelwerke machte er sich einen Namen.
Rolf Schweizer gehörte als Komponist zu der Musikrichtung des neuen geistlichen Liedes. Seine bekanntesten Lieder sind „O Herr, mach mich zu einem Werkzeug deines Friedens“ und „Singet dem Herrn ein neues Lied, denn er tut Wunder“.
Er war ein kommunikativer Komponist und gehörte der Arbeitsgruppe „Musik in der evangelischen Jugend“ an. Er war außerdem Mitglied der Textautoren- und Komponistengruppen „Takt“ und „Werkgemeinschaft Musik“.

Text: Reinhart Brüning; Foto: Peter Waidelich