Beten in Zeiten von Corona
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Die Ausbreitung des Corona-Virus verunsichert Menschen – auch in unserer Gemeinde.
Am letzten Sonntag, 15. März, haben wir in den Gottesdiensten in der Christuskirche so gebetet:

Gott des Himmels und der Erde,
wir bitten dich um deinen Schutz.
Wir klagen dir die Not der Menschen in aller Welt,
die unter dem Corona-Virus leiden.
Stärke Ärztinnen und Ärzte, Pflegerinnen und Pfeger und alle anderen, die sich für Erkrankte einsetzen.
Führe die, die in Ländern, Kreisen und Städten Verantwortung tragen, zu besonnenen Entscheidungen.
Leite die Gedanken der Frauen und Männer, die das Virus erforschen und gegen seine Verbreitung kämpfen.
Wir bitten dich um deine Gnade für die Sterbenden,
um deinen Trost für die Trauernden,
um deinen Halt für die Ängstlichen,
um deinen Segen für uns alle in dieser Zeit.

Niko Herzner (nach einer Vorlage von Stefan Bergner)

 

Guter Gott, wir wollen glauben. Wir wollen vertrauen.
Wir wollen die Ruhe bewahren.
Aber das ist nicht leicht in diesen Tagen.
Angesichts dessen, was jeden Tag neu auf uns einstürmt
und unser Alltagsleben ins Wanken bringt.

Darum bitten wir Dich:
Für die Weltgemeinschaft, die das Corona-Virus zu gemeinsamem Handeln herausfordert.
Für unsere Kinder und Jugendlichen, für die alten und kranken Menschen – für alle, die mit einem besonderen Risiko leben.
Für alle in Quarantäne und für die vielen Familien, die ihr Leben jetzt neu regeln müssen.
Für alle Menschen, die Angst haben.
Für die, die sie begleiten und beruhigen;
und für alle, die füreinander Sorge tragen.
Für alle, die nach guten, schnellen Lösungen suchen.
Für alle, die um ihren Arbeitsplatz bangen.
Für die vielen Menschen auf der Welt, die auch noch andere Sorgen und Lebensnöte haben:
An Europas Außengrenzen.
In Krieg, Gewalt und Terror.

Guter Gott, du ermutigst und bestärkst uns. Jesus Christus sagt:
„In der Welt habt Ihr Angst, aber ich habe die Welt überwunden.“
Herr Jesus Christus, nimm uns gerade auch jetzt mit auf deinen Weg,
dass wir Liebe lernen und Frieden finden.
Dass wir lernen, zugewandt und einfühlsam zu sein,
und einander zu achten und zu ehren.

Nimm uns mit auf deinen Weg,
dass wir auch Krankheit und Leid als Teil des Lebens begreifen,
als Teil des Weges, den du uns vorausgegangen bist,
durch den Tod hindurch ins Leben.

Stefan Heinemann (nach einer Vorlage des Bistums Köln)