Alle Jahre wieder kommt …
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… der Dezember, die Adventszeit bei uns unter. Es wird früh dunkel. In den Häusern werden Kerzen angezündet. Auf den Weihnachtsmärkten gibt es heiße Getränke und allerlei schöne Dinge. Es werden Geschenke gekauft, Plätzchen gebacken, Türchen am Adventskalender geöffnet und Weihnachtsgrüße verschickt … viele Menschen freuen Sie sich auf diese Wochen und genießen die vorweihnachtliche Atmosphäre.

Alle Jahre wieder kommt …
… der Dezember, der Weihnachtsstress über uns: Wer feiert wann mit wem? An wen muss ich denken? Was können wir uns noch schenken? Und schon wieder „drei Haselnüsse für Aschenputtel“ im Fernsehn? Feiern und Konzerte, zusätzliche Termine und Aktionen… Muss das eigentlich jedes Jahr so anstrengend sein? Vielen Menschen graut es vor den nächsten Wochen und all den Erwartungen .

Alle Jahre wieder kommt …
… das Christuskind auf die Erde nieder, wo wir Menschen sind. Gott kommt zu uns Menschen.
In Jesus Christus begegnet Gott uns in Augenhöhe. Gott sucht uns auf und will uns zum Leben helfen.
In großer Treue und Geduld ist Gott zu uns Menschen unterwegs, das feiern wir Jahr für Jahr. Im Advent bereiten wir uns darauf vor, dass Gott bei uns ankommt.

Alle Jahre wieder kommt …
… es darauf an, dass ich mein Leben für Gott öffne. Renne ich im Hamsterrad oder nehme ich mir auch Zeit zur Besinnung?
Betäube ich meine Sehnsucht mit Essen und Trinken, Computerspielen und Aktionismus oder nehme ich meine Stimmungen und Gefühle wahr und finde heraus, was mich belastet? Wo ich bedürftig bin? Wo ich mir Veränderung wünsche?

Alle Jahre wieder kommt …
… es vor, dass ich funktioniere, mache, was ich immer gemacht habe und doch dabei leer bleibe.
Ich verändere mich, meine Lebenssituation ändert sich, alte Bräuche berühren mich nicht mehr.
Was kann ich neu und anders machen? Was bringt mehr Leichtigkeit? Wie kann ich zu mir kommen? Und wie Gott?

Alle Jahre wieder kommt …
… die Frage auf: Wo ist denn dieses „Christuskind“ heute? Warum feiern wir diesen Geburtstag?
Liebe und Güte, Vertrauen und Vergebung, Großzügigkeit und Wertschätzung – das gab es doch alles schon in der Welt, auch schon vor der Geburt dieses Kindes in Bethlehem.

Alle Jahre wieder kommt …
… die selbe Geschichte zu Ohren, von Engeln ist die Rede, die zu den einfachen Leuten kommen und Frieden verkünden.
Jedes Jahr neu, versuchen sie DICH zu erreichen: Gottes Liebe und Güte, Vergebung und Großzügigkeit, Wertschätzung und Zukunft gelten jeder einzelnen Person: Du bist gesehen und geliebt und begleitet.
Aus dieser Zuwendung, die Dir gilt, kannst du schöpfen: Mut und Kraft, Geduld und Güte.

Alle Jahre wieder kommt …
… Freude auf. Es wird mir leichter ums Herz. Ich bin dankbar. Ich fasse neuen Mut für ein neues Jahr, was auch immer auf mich zukommen mag: Gutes und Barmherzigkeit werden mir folgen mein Leben lang, darauf will ich vertrauen.

Alle Jahre wieder kommt …
… Gott nieder. Wir feiern die Geburt eines Kindes. Den Anfang eines neuen Lebens in der Gegenwart Gottes. Wir heißen menschgewordene Güte willkommen und lassen uns von ihr begeistern. In unserem Leben soll Gott – Quelle der Liebe – Hand und Fuß bekommen. Advent darf nicht zu „Kitsch und Gedudel“ verkommen. Es geht um nicht weniger, als den Frieden auf Erden, den Frieden auf meinem Leben heute.

Antje Bertenrath